Rubrik ‘Burnout’

Gesucht: Nachhaltige Unternehmen

25. Apr 2013

 

Oft höre ich von meinen Klienten, dass sie nach Arbeitgebern suchen, die „respektvoll und wertschätzend“ mit ihrem Personal umgehen. Sie meinen damit solche Unternehmen, die auch auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter achten, nachhaltige Unternehmen also.

Seit heute sind sie mit dieser Suche nicht allein.

Die bundesweite Initiative „TOP Gesundheitsmanagement“ hat den „Gesundheitsmanagement-Award 2013 für Deutschlands fittestes Unternehmen“ ausgelobt. Ab jetzt können sich Firmen bewerben, die meinen, mit ihrer Fürsorge für die Gesundheit ihrer Belegschaft punkten zu können.

Glaubt man den Initiatoren, so fehlt ein nachhaltiger Umgang mit der Humanressource noch in zwei Dritteln der Großunternehmen. Im Mittelstand sieht es noch trauriger aus – nur jedes zwanzigstes Unternehmen ist gegenwärtig in dieser Hinsicht engagiert. Das liegt, so meinen die Preisverleiher, meist an fehlendem Wissen darüber, wie ein betriebliches Gesundheitsmanagement umgesetzt wird.

Mehr dazu hier.

Eine gute Nachricht jedenfalls für alle, die runterschalten wollen…

Runterschalten mit Teilzeit – auch für Männer

05. Sep 2012

Es tut sich was in Deutschland – langsam zwar, aber immerhin. Immer mehr Entscheidungsträger in großen Konzernen scheinen zu begreifen, dass der „competence drain“ durch burnout ein echtes Problem darstellt.

Neuerdings bietet die Telekom Teilzeitarbeit für ihren Managernachwuchs an, näheres dazu hier.  Momentan arbeiten dort etwa 20 Manager in Teilzeit, weitere 70 bis 80 Interessierte sind angemeldet, überwiegend Männer. Dass sie dafür – wie auch in meinem Buch „Runterschalten“ beschrieben -  mitunter von den Kollegen schräg angeschaut werden, nehmen sie in Kauf.

Ein kleiner Schritt, um endlich der Teilzeit das Gschmäckle von billiger Frauenarbeit zu nehmen. Aber wie sagte der kürzlich verstorbene Neil Armstrong? „Ein kleiner Schritt für einen Menschen…“

Burn-out ranking für deutsche Firmen in managerMagazin

15. Jun 2012

 

Hat dieses Unternehmen das Potential, mich in den burnout zu treiben? Diese Frage stellen sich unausgesprochen vermutlich schon viele Bewerber.

Das aktuelle managerMagazin mag helfen, schon in der Bewerbungsphase dieses Gefahrenpotential zu erkennen. Es präsentiert eine Untersuchung von Asklepios, einer privaten Klinikkette, die aufgrund ihrer stationären Patienten auf die burnout-Tendenz in deutschen Unternehmen geschlossen hat. Gelistet sind dreißig deutsche Dax-Konzerne und die geschätzte Anzahl ihrer Burnout-Fälle. Darüber hinaus geht es um die Haltung deutscher Unternehmen gegenüber dieser Gefahr – sie variiert von unbeteiligtem Wegschauen (Deutsche Bank) bis zur Erprobung diverser Maßnahmen im internen Gesundheitsmanagement (Telekom). Wobei zu fragen ist, ob das Herumfuhrwerken von Firmen in „Psycho-Daten“ von Angestellten nicht anderen Zielen dient und an der Ursache – chronischem Personalmangel – vorbei geht.

Der Artikel ist lesenswert, denn er markiert  das Umdenken, das in Zusammenhang mit dieser Thematik dringend erforderlich ist.

Burnout verhindern, wie geht das?

03. Nov 2011

 

 „Hätte ich nur früher die ersten Anzeichen beachtet“, sagte neulich ein Klient zu mir, der erst durch eine schwere Krankheit gehen musste, ehe ihm bewusst wurde, dass er sich und seinem Körper  – komisch, diese Zweiteilung, oder ?- zuviel zugemutet hatte.

Wie ihm geht es vielen Menschen, die in die Erschöpfungsspirale kommen, stets äußeren Erwartungen entsprechen wollen und schließlich nur noch mit Tunnelblick funktionieren. Sie „trennen“ sich von ihrem Körper und zwingen ihn, z.B. mit zuwenig Schlaf, Sex und körperlicher Nähe auszukommen.  Aber wir sind eben nicht nur Geist oder Intellekt. Was diesen Menschen fehlt, ist Achtsamkeit sich selbst gegenüber, vielleicht könnte man es auch Respekt vor den eigenen Bedürfnissen nennen.

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wie Sie Erschöpfung und burnout aus Ihrem Leben verbannen können, finden Sie hier wertvolle Tipps.

Neuer Ratgeber über work-life-balance von ZEIT Wissen Ratgeber

08. Okt 2011

 

Zum Glücklichsein will man uns schon nicht mehr anleiten, aber doch zum besseren Leben. So jedenfalls lautet der Titel des aktuellen „Zeit Wissen Ratgebers“. Das 120 Seiten starke Magazin bietet unter den Überschriften Arbeiten, Leben und Service einen gelungenen Überblick zu vielen Fragen, die dem modernen Sinnsucher unter den Nägeln brennen, etwa:

Was kann eine berufliche Neuorientierung mir bringen? Wie vereinbare ich Kinder und Karriere? Darf ich auch mal nichts tun? Wie schütze ich mich vor zuviel Stress bzw. burnout?

Dazu gibt es im Serviceteil Wissenswertes zu arbeitsrechtlichen Inhalten, über Perfektionismus, Medizin und Psychologie. Empfehlenswert.

Neues zum Burnout: Manager, ändert die Strukturen, sagt managerSeminare

25. Aug 2011

 

Es ist kein subjektiver Eindruck – das Thema burnout rauscht munter weiter im deutschen Blätterwald. Jetzt macht auch managerSeminare damit auf.  Erfreulich an diesem Artikel: Endlich wird auch von der Verantwortung der Unternehmen gesprochen. Es greife zu kurz, heißt es da, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter mit Stress-Coachings und Zeitmanagement-Seminaren zu einem Mutter-Teresa-würdigen Durchhaltevermögen verhelfen wollen. Ganz klar wird das Vorurteil, Burnout-Betroffene seien selber schuld, weil sie eben nicht nein sagen könnten,  angesprochen und relativiert: Nicht nur am Einzelnen liege es, sondern auch an den Unternehmensstrukturen, die immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern verteilen.

- Meine Rede!  Hat die Autorin mein Buch „Runterschalten!“ gelesen?

Es freut mich jedenfalls sehr, dass in die Vernebelungs-Taktik, Burnout-Betroffene auch noch zu „Deserteuren“ abzustempeln, langsam Licht kommt. Die Verantwortung der Führungskräfte wird deutlich genannt, aber auch, dass diese oft schon mit der Sorge für die eigene Gesundheit überfordert sind.

Mehr davon. Solche Artikel helfen, die allgemeine Wahrnehmung des Phänomens „Burnout“ endlich zu korrigieren. Dem Schlusswort, ein Zitat von Gunther Schmidt, habe ich nichts hinzuzufügen: „Das Ziel ist, die eigene Endlichkeit achtungsvoll zu akzeptieren.“

Burnout überall, auch im Spiegel.

03. Aug 2011

Im April diesen Jahres machte das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ mit dem Thema „Burnout“ auf.  Das Titelbild zeigte wahlweise einen männlichen oder eine weibliche Burnout-Kandidat/in im Spiegel-Kasten eingekerkert.

Gerade drei Monate später kam im Juli, also gerade noch erinnerbar für alle im Hamsterrad, der neue Titel über Burnout-Prävention. Und logisch: Da waren die Titelfrauen bzw -. Männer am Herauskrabbeln aus dem Kasten.

Mehr dazu hier.