Krank zur Arbeit: Präsentismus in Deutschland

Haben Sie schon mal den Ausdruck „Präsentismus“ gehört? Damit bezeichnet man das in Deutschland weit verbreitete Phänomen, krank zur Arbeit zu gehen. Schon im Jahr 2007 zeigte eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, dass drei von vier Arbeitnehmern mindestens einmal im Jahr trotz Krankheit arbeiten.

Eine neue Studie   im Auftrag der Felix-Burda-Stiftung befeuert nun die These, dass kranke Mitarbeiter mit diesem Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem Unternehmen schaden. Demnach kostet das ein Unternehmen durchschnittlich 2500 Euro, doppelt so viel, wie wenn Kranke sich zuhause auskurieren.

Welche erdrutschartigen Folgen wird diese Studie nun haben? Vermutlich keine. Aber sie verdeutlicht einmal mehr, wie die Frage „was ist mir wichtig?“ meistens beantwortet wird. Wichtig ist das Fremdurteil von Kollegen und Vorgesetzten „da ist eine/r zu Opfern bereit, also gehört er/sie dazu.“ Arbeiten als Opferdienst?

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