‘Familienvater und Downshifting’

Achtzig Prozent arbeiten, als Mann, geht nicht? Geht doch!

28. Mrz 2013

 

Neulich rief ein ehemaliger Klient an. Ein drahtiger Mann besten Alters mit anspruchsvollem Job im Finanzsektor.  Sein Anliegen: Veränderung in Richtung Wohnort. Nicht nur die Arbeit, auch das stete Pendeln von zuhaus  nach Frankfurt nagten an den Reserven.

Nach und nach veränderte er vieles in seinem Leben, auch privat.  Er ging aktiv auf potentielle neue Arbeitgeber zu, auch wenn ihm das Initiativ-Bewerben zunächst nicht ganz koscher vorkam. Er bewarb sich – obwohl die letzten Vorstellungsgespräche „schon ein paar Jährchen her“ waren. Der Mann machte das, was man im Coaching „ die Comfortzone ausdehnen“ nennt: Er betrat Neuland, probierte aus, knüpfte neue Kontakte.

Zugegeben, den neuen Job in seiner Region hat er noch nicht, die Branche dümpelt momentan. Aber seine Stimme am Telefon klang gelöst und lebendig: Er hat nämlich eine für sich passende Zwischenlösung gefunden.  Er arbeitet jetzt nur noch 80 Prozent, jederzeit wieder „aufstockbar“, denn er wird geschätzt im Unternehmen.  Das durchzuboxen, war nicht leicht. Aber mit dem Zusatztag kann er viel anfangen – er will sich ja auch nach wie vor weiter bewerben.

Ich habe ihm gratuliert zu seiner Wendigkeit und Ausdauer. Er gehört nicht zu denen, die sagen, „das geht nicht.“

 Mehr zu dem Thema Männer und Downshifting finden Sie – ausser in meinen Büchern “Runterschalten” und “Downshifting” - im aktuellen SPIEGEL  WISSEN Magazin (Nr. 1 / 2013) mit dem Titel “Einfach leben” .

Echo auf meinen Artikel übers Runterschalten in der FAZ vom 26.5.d.J.

31. Mai 2011

 

„Ich habe Ihren Artikel in der FAZ gelesen…“ so fingen in den letzten Tagen einige Anrufe bei mir an. Es waren durchweg erfreuliche Echos, die mich so erreichten – Menschen, die meine in der FAZ  beschriebenen Beobachtungen teilten und ähnliche Erfahrungen gemacht hatten.

Falls Sie den Artikel nicht kennen, bittesehr: (Bildung und Karriere_Seite 4).

Über eine Rückmeldung habe ich mich besonders gefreut, hier nachzulesen. Da beschreibt einer, dem man anmerkt, dass er weiß, wovon er spricht, wie er zum Runterschalten kam:  Gerade für einen Familienvater und überzeugten IT-ler wie ihn sei das nicht leicht gewesen. Aber die Sinnfrage stellt sich eben, ob man will oder nicht . Und Runterschalten sei wirklich kein Spaziergang. Aber der Gewinn danach sei die Mühe wert.

 … kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder? Ich finde, das sollte sich weiter rumsprechen!