‘humane Führung’

Neues zum Burnout: Manager, ändert die Strukturen, sagt managerSeminare

25. Aug 2011

 

Es ist kein subjektiver Eindruck – das Thema burnout rauscht munter weiter im deutschen Blätterwald. Jetzt macht auch managerSeminare damit auf.  Erfreulich an diesem Artikel: Endlich wird auch von der Verantwortung der Unternehmen gesprochen. Es greife zu kurz, heißt es da, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter mit Stress-Coachings und Zeitmanagement-Seminaren zu einem Mutter-Teresa-würdigen Durchhaltevermögen verhelfen wollen. Ganz klar wird das Vorurteil, Burnout-Betroffene seien selber schuld, weil sie eben nicht nein sagen könnten,  angesprochen und relativiert: Nicht nur am Einzelnen liege es, sondern auch an den Unternehmensstrukturen, die immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern verteilen.

- Meine Rede!  Hat die Autorin mein Buch „Runterschalten!“ gelesen?

Es freut mich jedenfalls sehr, dass in die Vernebelungs-Taktik, Burnout-Betroffene auch noch zu „Deserteuren“ abzustempeln, langsam Licht kommt. Die Verantwortung der Führungskräfte wird deutlich genannt, aber auch, dass diese oft schon mit der Sorge für die eigene Gesundheit überfordert sind.

Mehr davon. Solche Artikel helfen, die allgemeine Wahrnehmung des Phänomens „Burnout“ endlich zu korrigieren. Dem Schlusswort, ein Zitat von Gunther Schmidt, habe ich nichts hinzuzufügen: „Das Ziel ist, die eigene Endlichkeit achtungsvoll zu akzeptieren.“

Vorgesetze und Gesundheitsmanagement – eine neue Aufgabe?

24. Jun 2011

 Mitarbeiter haben allerhand Erwartungen an ihre Vorgesetzten, das höre ich immer wieder.  Aber über eine Anforderung, die mit der Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit zu tun hat, höre ich seltsamerweise kaum etwas:  Über das sogenannte Gesundheitsmanagement.

Vielen Berufstätigen scheint nicht klar zu sein, dass, abgesehen von ihnen selbst,  ihre Chefs auf  ihr Wohlbefinden   achten sollten – und vielen Vorgesetzten wohl auch nicht.

 Ihnen allen sei ein Buch des Arzts und Psychologen Prof. Dr. Michael Kastner empfohlen: Leistungs- und Gesundheitsmanagement.  Demnach sind es drei Dinge, auf die Vorgesetzte beim Führen achten sollten:

- möglichst klare, transparente Verhältnisse und Sicherheit am Arbeitsplatz

- möglichst selbstbestimmtes Handeln, eigener Verantwortungsbereich

-  zufriedenstellende Arbeitszeit-Regelung

Führungskräfte sollten, schreibt Kastner,  “auch ein gewisses ´nachsichtiges´ Verständnis dafür entwickeln, dass die meisten Menschen nicht an Veränderungen interessiert sind, solange es ihnen subjektiv gut geht. Die permanenten Aufforderungen im Change Management ´wer sich nicht verändert, wird verändert´ erzeugen Reaktanzen, Widerstände und Konflikte.”

Zugegeben, das klingt ziemlich psychologisch. Dass dazu erst mal Strukturen verändert werden müssten, und dass davon Unternehmen sogar profitieren können, hat der Autor offenbar kaum im Blick. Aber dennoch: Man kann es nicht oft genug sagen – Nachhaltigkeit, auch im Umgang mit Mitarbeitern, ist in!