‘Lesermeinungen’

Rezensionen zu “Runterschalten!”

07. Apr 2011

Rezensionen und Reaktionen

Hier sammle ich Ihre Meinungen zu „Runterschalten – Selbstbestimmt arbeiten, gelassener leben“, die mich in Form von Rezensionen, Artikeln und e-mails erreichen. Herzlichen Dank dafür!

Bei amazon schreibt Annette Schelb, textmafia:

Endlich wieder ein Buch in der Reihe zahlloser Ratgeber, das keine oberflächlichen, leichtverdaulichen Patentlebensrezepte unters Volk verteilt. Stattdessen gibt es Orientierungen, die logische Verknüpfungen herstellen und die Welt ein bisschen verständlicher machen.
Ein Sinnschöpfer also, der den Zeitdieben in M. Endes “Momo” das Leben schwer machen würde, wenn sie es nötig hätten, den Menschen ihre Zeit zu stehlen.
Haben sie aber nicht – die bekommen sie nämlich geschenkt. Angeblich sogar gern.
Von ArbeitnehmerInnen, Selbstständigen und FreiberuflerInnen, die glauben, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung hieße, selbstbestimmt und unentgeltlich zu arbeiten, sinnentleerte Tätigkeiten auszuüben, sich unter Druck setzen zu lassen und sich auch noch gut dabei zu fühlen. Oberflächlich jedenfalls. Und nach außen.
Leider geht das Leben dabei ebenso drauf wie Gefühle, Genuss, Sinnhaftigkeit, Selbstrespekt, Beziehungen – ein ganzes Wertesystem eben. Der Preis ist hoch, das Leben kurz und kostbar. Höchste Zeit also zum Umdenken.
Dazu ermutigt dieses kluge und intelligent geschriebene Buch, das mit jeder Zeile stimmig wirkt und zu meinem großen Vergnügen durchscheinen lässt, dass Persönlichkeitsentwicklung kein Sonntagsspaziergang ist, sondern eine spannende Entdeckungsreise durchs Leben, bei der man sich die wichtigen Fragen selbst beantworten muss.

 Auf „bücher.de“ schreibt Joe aus Hamburg:

Dieses Buch habe ich gesucht und endlich gefunden. Gutgemeinte Ratschläge brauche ich nämlich nicht, eher ein paar Antworten auf Fragen, die sich mir seit langem stellen: Wie lange will ich noch im IT-Hamsterrad rennen? Wohin führt mich das ? Welche Alternativen gibt es? Ich habe mich dann richtig festgelesen. Nicht nur, weil die Autorin locker und direkt schreibt, und so schnell einen Draht zum Leser aufbaut, sondern weil ich mich in vielem, was da stand, wiederfand: Das Gefühl, beruflich im falschen Film zu sein, zu wenig Zeit fürs Wesentliche zu haben, zu viele „Herdenentscheidungen“ getroffen zu haben. (….)

Auf News.de  finden sich allerlei Informationen zum Thema, auch ein Artikel zu meinem Buch, hier ein Auszug:

(…) Gerade begabte, kluge Menschen gerieten in eine Tretmühle, in der sie vergessen, auf sich selbst zu achten. Viele planten selbst ihre Freizeit durch, überfrachteten sie mit Terminen und wüssten nicht, wie sie die Zeit einfach mal vergehen lassen können. Das treffe nicht nur auf Führungskräfte zu, weiß die Beraterin: «Das geht querbeet.» Nur 10 bis 20 Prozent derer, die zur ihr kommen, stammten aus der Chefetage. Die meisten Kunden kommen aus dem mittleren Management.

Als tragisch schätzt Sponagel die Tatsache ein, dass Kunden mit dieser Anfrage immer jünger werden. Als sie anfing, seien sie um die 40 Jahre und älter gewesen. Heute, zehn Jahre später, seien sie im Schnitt um die 30. Der Druck von außen wachse vielen immer früher über den Kopf. Das bestätigen auch jüngste Studien, die psychische Erkrankungen, ausgelöst durch Stress im Job, auf einem neuen Rekordhoch sehen und entsprechende Symptome bei jedem Zehnten zwischen 15 und 29 Jahren verorten (…)

FR-online, auszugsweise:

 (…) Mit diesem Thema beschäftigt sich auch ihr neues Buch Runterschalten! selbstbestimmt arbeiten – gelassener leben, das diese Woche im Haufe-Verlag erscheint. Das Buch gibt Empfehlungen, wie man sich von unnötigem Ballast befreit, seine Ziele klar definiert und sich aus verschiedenen Jobmodellen das maßgeschneiderte heraussucht. Zu Wort kommen außerdem erfolgreiche Umsteiger und Personalmanager. “Vergessen Sie, was Sie bisher übers Runterschalten zu wissen meinen: Dieses Buch ist anders und räumt mit Vorurteilen auf”, schreibt die Autorin. Eines dieser Vorurteile hat Wiebke Sponagel in ihrem Weblog bereits zum Thema gemacht. Sie habe das Gefühl, downshifting werde im öffentlichen Diskurs immer mit “Rückschritt” gleichgesetzt. In Wahrheit müsse jemand, der runterschaltet aber erst mal viel leisten, um überhaupt runterschalten zu können. “Und wer runterschaltet, muss auch wieder hoch schalten können – keiner meiner Klienten ist zum Hängematten-Privatier geworden, alle arbeiten nach wie vor, nur zufriedener”, erläutert die 51-Jährige (…).

 

 brikada, auszugsweise:

(…) Effizienz ist zum Mantra unserer Gesellschaft geworden. Wer da nicht mithalten kann, wer nicht der Norm entspricht, bleibt auf der Strecke. Die Folgen: Burnout, Jobverlust, Sinnkrise. Die Lösung: Rechtzeitig runterschalten. Wie das funktioniert, und warum es sich gerade in Krisenzeiten lohnt, erklärt Karriereberaterin Dr. Wiebke Sponagel in ihrem Buch „Runterschalten!“

Runterschalten, oder Downshifting, damit ist nicht einfach eine Reduzierung der Arbeitszeit oder gar die sofortige Kündigung gemeint. Wichtig ist, so Autorin Wiebke Sponagel, herauszufinden, was einem selbst wichtig ist und sich den eigenen Werten zuzuwenden.

Brikada-Bewertung: Der Verstand sagt „ja“, die angebliche Zeitlosigkeit sagt „nein“. Also heißt es selbstdiszipliniert an sich arbeiten. Zeit nehmen, um Zeit zum Runterschalten zu erhalten. Mit dem wohlüberlegten „wie“ von Dr. Wiebke Sponagel findet man ein überzeugendes Instrumentarium. (…)

Allerlei zum Thema Downshifting aus Sicht  von focus-online hier, veröffentlicht am 12.4.2011.

 

Meine Leserin Sabine F. (Wirtschaftsprüferin), per mail:

Das Buch habe ich fast zu Ende gelesen, ich finde es sehr gut. Bei den meisten Büchern dieser Art höre ich in der Mitte auf mit dem lesen weil sich vieles wiederholt. Sie haben einen Schreibstil, der mir sehr gefällt, das Buch liest sich sehr gut. Aber – alles das was sie schreiben war mir vorher bewusst, ich muss nur anfangen meine Pläne durchzuziehen

Meine  (nicht ganz unparteiische) Doktormutter Prof. Dr. Lauerbach, per mail:

Ich habe dann mal ein bisschen reingeschnuppert, um es für eine günstigere Zeit auf den Stapel ungelesener Bücher zu legen – das allerdings ist mir nicht gelungen. Ich habe mich richtig festgelesen, am Inhalt und vorangetrieben durch Deinen munteren Stil. Die Seefahrtmetapher fand ich richtig gut, erstaunlich, wie weit sie trägt. Ich habe das Buch dann in einem Rutsch ausgelesen und möchte Dir wirklich von ganzem Herzen gratulieren. Es ist gut geschrieben, klar gegliedert, von fundierter Erfahrung gestützt, einfühlsam, geradezu interaktiv und motiviert immer wieder zum Weiterlesen. Und es ist das richtige Buch .zur richtigen Zeit. Wichtig finde ich auch: Das Buch gibt einem das Gefühl, mit seinen Problemen nicht allein zu sein. Es ist Dir gut gelungen, auch das zu vermitteln.

  

Mein Leser Viktor K., (Projektmanager), per mail:

Vor fast einem Jahr ist bei mir mit einem Schlag die Hauptsicherung rausgeflogen und ich brauchte einige Monate, mich wieder auf die Füße stellen zu lassen. Ihr Buch habe ich jetzt erst gelesen, aber es hat mir gut gefallen. Es hat einen klaren Nutzwert, wenn man den Schiffbruch hinter sich hat.

 

Mein Leser Christian S. per mail:

…ich lese gerade mit großem Interesse Ihr Buch „Runterschalten”. Besonders gefällt mir Ihre mutige Beschreibung der heutigen Arbeitswelt und dass viele Manager und Abteilungsleiter nicht mehr mit Gefühl dabei sind. (…) Sehr gut gefällt mir auch der Ausdruck „Schiffsbruchkompetenz”. Jeder, der schon mal Schiffbruch erlitten hat, weiss die Personen zu schätzen, die mit ihrer Schiffsbruchkompetenz zu Seite stehen konnten.(…) Ihr Buch hat mich inspiriert, endlich einen Neuanfang zu starten.


Berliner Zeitung, am 17.9.2011, auszugsweise:

Sinnfindung ist das Hauptprodukt des “Runterschaltens”, so wie Sponagel es propagiert. Eine Karriere vom Top-Manager zum Hängematten-Privatier habe sie in zehn Jahren Arbeit zum Thema Downshifting nicht einmal beobachten können, hält sie zu Beginn ihres Buches fest. Es folgt eine pointierte Analyse des prototypischen Konzernalltags, nämlich eines “Arbeitens in Echtzeit”, das auf geradezu institutionalisiertem Weg viele Kandidaten zur Normkarriere, aber auch direkt in die Fremdbestimmung führe. Downshifting, wird hier deutlich, ist nur möglich, wenn zuvor ein Minimum an Selbstbestimmtheit erreicht ist.

Erste Reaktionen auf “Runterschalten!”, das Buch zum Downshifting

16. Mrz 2011

Endlich, endlich! Jetzt erreichen mich die ersten Reaktionen zu meinem Buch – ich gebe zu, darauf habe ich ungeduldig gewartet. Die ersten Besprechungen trudeln ein, bei Internet-Buchhandlungen und auf Leseblogs. Mit Erstaunen stelle ich fest: Jede/r Leser/in hat einen anderen Blickwinkel auf mein Buch und pickt sich eigene Rosinen raus. Ein Leser ist Segler, er freut sich über die Seefahrt-Metapher und wie weit sie trägt. Ein anderer erzählt mir in seiner mail von seinen Lebenskrisen und wie er es geschafft hat, sie zu meistern. Eine Leserin kritisiert, dass ich zuwenig über berufstätige Mütter und ihre Situation schreibe. Ein Geschäftsführer berichtet mir von seinem burnout im vergangenen Jahr, und bestätigt meine Sichtweise, dass in Unternehmen in dieser Hinsicht viel falsch gemacht wird. In seiner Firma will er das ändern. Ausserdem kündigt er an, dass er darüber auch ein Buch schreiben will.

Ist das nicht klasse? Ich freue mich sehr über Ihre Rückmeldungen, liebe Leser, und über die Tatsache, dass Sie offenbar etwas ganz eigenes, Ansprechendes in meinem Buch finden.  Ich warte noch ein bisschen und werde – mit Ihrem Einverständnis natürlich – Ihre Kritiken und Anregungen demnächst hier zugänglich machen.