‘work-life-balance’

Schlafprobleme anpacken mit dem “online-Schlaflabor”

13. Jun 2013

 

Sie glauben nicht, wie oft ich von meinen Klienten höre „wenn ich nur mal wieder richtig durchschlafen könnte“…

Gut schlafen und sich gut fühlen hängen zusammen, das weiß jeder. Aber dennoch: Vierundzwanzig Stunden scheinen für all das, was wir in sie hinein packen, zu kurz, und das geht zulasten unserer Erholphasen. Eine Umfrage der BKK zu den Schlafroutinen moderner Berufstätiger hat folgendes ergeben:

Ein Fünftel der befragten Berufs­tätigen beschäftigt sich auch in der letzten halben Stunde vor dem Schlafengehen noch mit berufsbezogenen Tätigkeiten wie dem Schreiben von E-Mails.

Fast jeder zweite Befragte (49 %) leidet mindestens ein bis drei Mal pro Monat an Schlafproblemen, das heißt er wacht vorzeitig auf, oder hat Probleme mit dem Ein- oder Durchschla­fen.

13 Prozent leiden jede oder fast jede Nacht an Schlaf­störungen.

Sollten Sie zu jenen Schlecht-Schläfern gehören, nehmen Sie das bitte ernst. Im Schlaf arbeitet unser Immunsystem auf vollen Touren und wenn wir nicht genug Schlaf haben, leidet die Gesundheit.

Auf dieser Seite  der BKK  können Sie einen „Schlaftest“ machen, der Sie auf die Spur der Ursachen Ihrer Schlafprobleme bringt. Das ist gut zum Vorsondieren, und falls sich gesundheitliche Probleme andeuten, sollten Sie Ihren Arzt darauf gezielt ansprechen.

Pendeln auf Kredit: Was Arbeitsflexibilität für den Einzelnen bedeutet

28. Aug 2012

„Sie glauben gar nicht, wie mir dieses ewige Hin-, und Herpendeln zwischen Arbeit und Zuhause auf den Nerv geht…“ Das und den ausdrücklichen Wunsch, „wenig Reisen im nächsten Job“ höre ich oft in meinen Beratungen.

Dass Pendeln nicht nur auf den Nerv, sondern auch auf Kosten von Gesundheit, Freundschaften und Lebensgefühl geht (man nennt es auch ” work-life-balance”) , beschreibt der Hamburger Journalist Martin Tschechne in diesem lesenswerten Artikel bei Deutschlandradio  Kultur.

Kinotipp: “Work hard, play hard” – ohne work-life balance

13. Apr 2012

 

Gläserne Bürotürme, in denen sich Bewerber beim Jobinterview sichtbar verbiegen. Führungskräfte, die vorgeben, für noch mehr Leistung die DNA ihrer Mitarbeiter verändern zu wollen. Trainer, für die Mitarbeiter entweder nur high oder low Performer sind… das zeigt der preisgekrönte Dokumentarfilm „Work hard, play hard“ von Carmen Losmann, der ab 12. April in den Kinos läuft.

Für Menschen, die runterschalten wollen, ist dieses Porträt unsrer schönen, antiseptischen Arbeitswelt sicher ein zusätzlicher Anreiz. Mehr Informationen bei hr online, Hauptsache Kultur.

Ärzte ohne Grenzen – ohne Leistungsgrenzen?

18. Feb 2012

Bei manchen Jobs ist die chronische Überlastung schon ins Berufsbild implantiert, scheint es. Die Überlastung ist „normal“ geworden und dennoch wird höchste Qualität erwartet – so jedenfalls geht es Ärzten, besonders den jungen. Schon vor 11 Jahren stand im Schlussprotokoll der 104. deutschen Ärztetags in Ludwigshafen zu lesen:

Die Situation junger Ärztinnen und Ärzte in den deutschen Krankenhäusern ist bedrückend  [...] Auf Grund der Angst vor dem Verlust des Arbeits- und Weiterbildungsplatzes oder vor gravierenden Nachteilen für die berufliche Zukunft lehnen sich betroffene Ärztinnen und Ärzte kaum gegen diese Ausbeutung auf. Klaglos wird hingenommen, dass eine Unzahl von Überstunden vielfach weder bezahlt noch durch Freizeit ausgeglichen wird. Als Folge der Angst vor Repressalien werden oft sechzig bis siebzig Arbeitsstunden in der Woche stillschweigend geduldet. Muss jeder LKW-Fahrer vor Antritt einer Fahrt eine Tachoscheibe einlegen und mit Bestrafung rechnen, wenn vorgeschriebene Lenkzeiten und Ruhepausen nicht eingehalten werden, werden von den Verantwortlichen im Krankenhaus arbeitszeitrechtliche Vorschriften gerade dort mit Füßen getreten, wo durch Stress und Müdigkeit die Versorgung und Betreuung der Patienten gefährdet werden können – nämlich bei den jungen Krankenhausärztinnen und -ärzten. So hat eine Studie ergeben, dass das Reaktionsvermögen eines Arztes nach ununterbrochener Arbeitszeit von 24 Stunden dem eines Autofahrers mit einem Blutalkohol-Spiegel von einem Promille entspricht. Wer aber möchte sich schon von einem “Angetrunkenen” operieren lassen?“

Deutliche Worte, und offenbar hat sich seither nichts geändert.

Durch meine Klienten habe ich schon hinter die Kulissen von so manchem Unternehmen blicken können.  Nie kam mir so das kalte Grausen wie bei den Berichten von Fachärzten aus Kliniken. Mal abgesehen von den immer schlimmer werdenden strukturellen Problemen herrscht seitens der leitenden Ärzte oft eine Art Kasernenton vor. Unbedingter Gehorsam ist gefordert. Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit gelten als k.o.-Kriterium für die Karriere. Wer sich eine OP nicht zutraut, weil er vielleicht noch nicht die Erfahrungswerte hat, wird zu Putzdiensten abkommandiert.

Es ist ja bekannt, dass Ärzte berufsbedingt weniger Empathie haben als andere Berufsgruppen. Sonst könnten sie ihren Job wohl nicht machen. Aber dass Menschen und besonders junge Kollegen so etwas nicht Operables wie natürliche Leistungsgrenzen haben, sollte sich in diesen Kreisen vielleicht doch mal rumsprechen.

Neuer Ratgeber über work-life-balance von ZEIT Wissen Ratgeber

08. Okt 2011

 

Zum Glücklichsein will man uns schon nicht mehr anleiten, aber doch zum besseren Leben. So jedenfalls lautet der Titel des aktuellen „Zeit Wissen Ratgebers“. Das 120 Seiten starke Magazin bietet unter den Überschriften Arbeiten, Leben und Service einen gelungenen Überblick zu vielen Fragen, die dem modernen Sinnsucher unter den Nägeln brennen, etwa:

Was kann eine berufliche Neuorientierung mir bringen? Wie vereinbare ich Kinder und Karriere? Darf ich auch mal nichts tun? Wie schütze ich mich vor zuviel Stress bzw. burnout?

Dazu gibt es im Serviceteil Wissenswertes zu arbeitsrechtlichen Inhalten, über Perfektionismus, Medizin und Psychologie. Empfehlenswert.

Was, wenn ein burnout lauert?

24. Jan 2011

 

Noch ein Grund, runterzuschalten und – endlich!-  auf sich und die eigenen Bedürfnisse zu achten: Der Burnout. In meinem Buch komme ich darauf als eine von vielen Formen des Schiffbruchs zu sprechen, aber auch in meinen Postings habe ich mich  dazu geäussert: Etwa darüber, dass dann erst mal ein Ausstieg mit Therapie ratsam ist, oder darüber, dass diese Form der Überlastungssymptomatik immer früher im Leben kommt.

 Ein Mutmacher für alle vom Burnout und ähnlichen Erscheinungen Betroffenen ist Miriam Meckels Buch „Brief an mein Leben“. Die Autorin zeigt darin eindrucksvoll, was es heisst, auszubrennen und sich im eigenen Leben nicht mehr zuhause zu fühlen. Sie und ihre Vita zeigen aber auch, dass es ein Leben danach gibt, und zwar eins mit mehr Gehalt – im übertragenen Sinn.

Runterschalten für mehr Zeit und mehr Familie

18. Jan 2011

Es gibt viele individuelle Gründe, runterschalten oder downshiften zu wollen. Einer davon ist, mehr Zeit für sich und die Familie zu haben. So langsam spricht es sich rum in der Wirtschaft, dass dies nicht nur ein legitimes, sondern für Unternehmen auch ein nutzbringendes Anliegen ist: Angestellte, denen Spielraum für ihr Privatleben gegeben wird, sind motivierter und loyaler gegenüber ihrem Arbeitgeber als andere, die sich verausgaben und früh ausbrennen.

Zu den Unternehmen, die das erkannt haben, gehört Mekra-Lang  in Bayern. Der führende Hersteller von Spiegel-, und Kamerasystemen bei Nutzfahrzeugen versteht sich als Familienunternehmen, das die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktiv unterstützt. So bietet die Firma beispielsweise eine eigene Kindertagesstätte an. Männer, die in Elternzeit gehen wollen, werden genauso gefördert wie Frauen, die beruflich weiter kommen wollen. Mich als Autorin von „Runterschalten!“ freut das, denn diese Firma zeigt, dass und wie es geht!