‘workaholism’

Fastenzeit, mehr vom Weniger: Auch weniger Arbeit?

09. Mrz 2011

Aschermittwoch, Fastenzeit. Auch wenn Sie heute kein Aschekreuz auf der Stirn tragen, liegen jetzt Ideen in der Luft, die ein „weniger ist mehr“ propagieren. Heilfasten in jeglicher Hinsicht – weniger Essen, weniger konsumieren, weniger arbeiten?

Eine offener Widerspruch aus kirchlicher Sicht. Kirchen, und gerade die evangelische bzw. puritanische Richtung, verbreiten ja das Motto „Bete und Arbeite!“ – im Land des Puritanismus wurde der workaholism schließlich erfunden. Aber Widersprüche sind unser täglich Brot und wir haben gelernt, mit ihnen umzugehen. Aus rein pragmatischer Sicht ist offensichtlich: Wer weniger isst, sollte auch weniger arbeiten – sonst haut es ihn oder sie  aus den Latschen.

Aber vielleicht lassen solche Fragen Sie auch kalt und Sie merken an ganz anderer Stelle, dass es jetzt ein guter Zeitpunkt ist, runter zu schalten: Weil Sie Ihre Familie und Freunde kaum mehr sehen, vielleicht. Weil Sie unter Schlafstörungen leiden und sich nicht mehr konzentrieren können. Weil Sie ein Fassadenleben führen. Oder weil Sie sich die Frage nach dem Sinn Ihrer Arbeit stellen und nach dem, was Sie wirklich wollen.  Bleiben Sie dran, an diesen Fragen!