Vorgesetze und Gesundheitsmanagement – eine neue Aufgabe?

 Mitarbeiter haben allerhand Erwartungen an ihre Vorgesetzten, das höre ich immer wieder.  Aber über eine Anforderung, die mit der Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit zu tun hat, höre ich seltsamerweise kaum etwas:  Über das sogenannte Gesundheitsmanagement.

Vielen Berufstätigen scheint nicht klar zu sein, dass, abgesehen von ihnen selbst,  ihre Chefs auf  ihr Wohlbefinden   achten sollten – und vielen Vorgesetzten wohl auch nicht.

 Ihnen allen sei ein Buch des Arzts und Psychologen Prof. Dr. Michael Kastner empfohlen: Leistungs- und Gesundheitsmanagement.  Demnach sind es drei Dinge, auf die Vorgesetzte beim Führen achten sollten:

- möglichst klare, transparente Verhältnisse und Sicherheit am Arbeitsplatz

- möglichst selbstbestimmtes Handeln, eigener Verantwortungsbereich

-  zufriedenstellende Arbeitszeit-Regelung

Führungskräfte sollten, schreibt Kastner,  “auch ein gewisses ´nachsichtiges´ Verständnis dafür entwickeln, dass die meisten Menschen nicht an Veränderungen interessiert sind, solange es ihnen subjektiv gut geht. Die permanenten Aufforderungen im Change Management ´wer sich nicht verändert, wird verändert´ erzeugen Reaktanzen, Widerstände und Konflikte.”

Zugegeben, das klingt ziemlich psychologisch. Dass dazu erst mal Strukturen verändert werden müssten, und dass davon Unternehmen sogar profitieren können, hat der Autor offenbar kaum im Blick. Aber dennoch: Man kann es nicht oft genug sagen – Nachhaltigkeit, auch im Umgang mit Mitarbeitern, ist in!

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