Was Medien aus dem Thema “Runterschalten” machen

„Weniger ist mehr“ hieß gestern der Themenabend bei ARTE .

Es ging um das alte Wirtschaftsdogma vom ständigen Wachstum, und darum, wie verschiedene Kollektive in Europa es aktiv in Frage stellen. Runterschalten gesellschaftlich, gewissermaßen. Die Beiträge waren durchweg sehenswert und aufschlussreich. Gleichwohl hatten sie für mich als Coach, der Menschen unter anderem beim individuellen Runterschalten begleitet, das altbekannte Geschmäckle: Hier wird wieder das Klischee „Vom Manager zum Viehhirten“  bedient.

Schauen Sie sich allein das Foto zu dem Begleitartikel unter dem o.g. link an: Sie sehen eine Bretterbude mit Namensschild, dahinter eine kleine Butze mit Entlüftung, vermutlich ein Klohäuschen. Mal unter uns gesprochen: Wollen Sie so hausen?  – Ich auch nicht.

Mehr noch, auf mich – und auf viele andere – wirkt das abschreckend. Dabei gibt es viele Beispiele von Menschen, die das „weniger ist mehr“ praktizieren, ohne gleich in Sack und Asche zu leben. Nur ist das natürlich nicht so „medienwirksam“. Schade. Manchmal wäre differenzierter auch mehr.

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